Saltatio Mortis

Das Schwarze Einmaleins tracks

Lyrics


1. FRÜHER WAR ALLES BESSER

Früher war alles besser,
Da war ein Buch noch aus Papier,
Da waren alle Nächte länger
Und noch Alkohol im Bier.
Früher fand jeder Arbeit,
Da hatten wir noch echtes Geld,
Da waren Banken noch nicht pleite,
Es gehörte uns die Welt

Lasst das Gestern endlich ruh'n,
Trinkt auf eine bess're Zeit.
Hoch die Tassen, lasst uns feiern.
Früher ist sei heute tot!
Nichts war damals wirklich besser -
Wer das glaubt, ist ein Idiot.

Früher war alles besser,
Da waren alle Frauen schön.
Da waren Männer ganze Kerle
Und ein Porno noch obszön.
Früher war'n Tage länger,
Da war ein Sommer immer heiß,
Da waren alle Röcke kürzer
Und im Drink schmolz nie das Eis.

Früher war alles besser,
Da war ein Rockkonzert noch laut,
Da wurden Lieder noch erworben
Und Musik noch nicht geklaut.
Früher war'n alle netter,
Da gab's vom Chef auch mal ein Lob,
Da war der Papst auch noch
Katholisch und im Himmel gab es Dope.

Und die Moral in diesem Lied
Erkenn ein jedes Kind:
Wie gut, dass alle,
Alle von früher,
Heute schon von gestern sind.




2. WACHSTUM ÜBER ALLES

Getrieben von der Lust am Zuwachs,
Besoffen von Geschwindigkeit
Sind Eitelkeit, Wachstum und Ego
Drei Todsünden uns'rer Zeit.

Grenzenlos ist unser Hunger.
Warum werden wir nie satt?
Gnadenlos ist unser Fortschritt,
Überreizt ist unser Blatt.

Grenzenlos ist unser Hunger.
Warum werden wir nie satt?
Blind vor Gier sieht niemand hier,
Dass jedes Wachstum Grenzen hat.

Wachstum, Wachstum über alles,
Über alles in der Welt.
Danach lasst uns alle streben,
Bis der letzte Groschen fällt.
Eitelkeit und Gier und Ego
Sind es was die Welt erhält.
Wachstum, Wachstum über alles,
Über alles in der Welt.

Wie Pestilenz und Ungeziefer
Vermehrt sich unser Geld vom Zins.
Stillstand heißt Tod - alles muss wachsen,
Wie die Marge des Gewinns.

Gnadenlos wächst alles weiter,
Steckt die ganze Welt in Brand!
Lasst uns über Leichen gehen,
Aug' um Aug' und Hand um Hand!
Gnadenlos wächst diese Plage
Bis ans Ende dieses Wegs.
Auch in dir wächst das Geschwür,
Denn wildes Wachstum heißt auch Krebs.

Bestechlichkeit und Geiz und Zinsen
Sind des Geldes Unterpfand –
Wachs' im Glanze uns'res Goldes,
Wachse lieber Kontostand!




3. KRIEG KENNT KEINE SIEGER

Hinter einem schwarzen Schleier
Weinen Augen unerkannt,
Weinen um verbrannte Erde,
Um ein vaterloses Land.
Weinen um den toten Bruder,
Der in Gottes Namen fiel,
Weinen Tränen ohne Hoffnung,
Nur der Tod treibt sein Spiel.

Krieg kennt keine Sieger.
Aus dem Vater und dem Sohn
Werden Gotteskrieger.
Krieg kennt keine Sieger.
Er verschlingt und gibt nichts
Wieder, nur tote Krieger.

Hinter Tempelmauern
Hetzt ein Priester voller Wut
Und das Gift in seinen Worten
Wandelt sich im Krieg zu Blut.
Söhne werden zu Soldaten,
Beten gläubig für den Sieg,
Sterben jung, ohne zu leben,
Nur der Tod gewinnt im Krieg.

Krieg kennt keine Sieger.
Aus dem Vater und dem Sohn
Werden Gotteskrieger.
Krieg kennt keine Sieger.
Er verschlingt und gibt nichts
Wieder, nur tote Krieger.

Für wen bist du gestorben?
Für was hast du gebrannt?
Dein Blut verrinnt im Wüstensand.
Wer hat dich betrogen?
Wem bist du nachgerannt?
Hast du die Lüge nicht erkannt?
Was hast du gewonnen?
Für wen hast du gekämpft?
Du warst ein großer Krieger
Und doch singt man dir keine Lieder
Du warst ein großer Krieger, doch der ...

Krieg kennt keine Sieger.
Aus dem Vater und dem Sohn
Werden Gotteskrieger.
Krieg kennt keine Sieger.
Er verschlingt und gibt nichts
Wieder, nur tote Krieger.
Und keine Sieger!




4. DER KUSS

Es war einmal ein Mägdelein
Schön wie der Morgentau.
Sie war so jung und unberührt,
War auf dem Weg zur Frau.
Für elf Gold und einen Ring
Gab sie den ersten Kuss
Einem reichen Kaufmannssohn
Ohne Liebe und Genuss.
Ohne Liebe und Genuss.

Küss mich! Küss mich sanft und wild,
Versiegel meine Lippen.
Küss mich jetzt und hier!
Nur dein Kuss stillt meine Gier.
Küss mich sanft und wild,
Versiegel meine Lippen.
Küss mich jetzt und hier!
Nur dein Kuss stillt meine Gier.

Das Mägdelein reifte zur Frau
Und grausam kam die Stund',
Als für ein Gold erblühten ihr
Elf Küsse auf dem Mund.
Das Lächeln fror ihr bald zu Eis,
Ist doch die Zeit ein reißend Fluss.
Bald zahlt sie selbst elf Stücke Gold
Für einen kalten Kuss.

Küss mich! Küss mich sanft und wild,
Versiegel meine Lippen.
Küss mich jetzt und hier!
Nur dein Kuss stillt meine Gier.
Küss mich sanft und wild,
Versiegel meine Lippen.
Küss mich jetzt und hier!
Nur dein Kuss stillt meine Gier.

Und als die Zeit noch weiter schritt,
Ging sie zum Kaufmannssohn,
Zog seinen Ring von ihrer Hand
Und bot ihn an als Lohn.
Für einen Kuss ohne Gefühl
Gab sie ihm seinen Ring,
Bevor er mit elf neuen Gold
Zu jungen Mädchen ging.

Küss mich! Küss mich sanft und wild,
Versiegel meine Lippen.
Küss mich jetzt und hier!
Nur dein Kuss stillt meine Gier.
Küss mich sanft und wild,
Versiegel meine Lippen.
Küss mich jetzt und hier!
Nur dein Kuss stillt meine Gier.




5. MY BONNIE MARY

Go, fetch to me a pint o' wine
And fill it in a silver tassie;
That I may drink before I go,
A service to my bonnie lassie.
The boat rocks at the pier o 'Leith;
Fu' loud the wind blaws frae the
Ferry;
The ship rides by the Berwick-law,
And I maun leave my bonnie Mary.

The trumpets sound, the banners fly,
The glittering spears are ranked
Ready:
The shouts o' war are heard afar,
The battle closes deep and bloody;

Go, fetch to me a pint o' wine
And fill it in a silver tassie;
That I may drink before I go,
A service to my bonnie lassie.
It's not the roar o' sea or shore,
Wad mak me langer wich to tarry!
Nor shouts o' war that's heard afar-
It's leaving thee, my bonnie Mary!
The trumpets sound, the banners fly,
The glittering spears are ranked
Ready:
The shouts o' war are heard afar,
The battle closes deep and bloody.




6. DER SANDMANN

Ich bin der Sand in deinen Augen
Dein Traum von letzter Nacht
Ich säe Zweifel und auch Glauben
Schlaf jetzt ein, schenk mir die Macht
Über Schrecken und die Träume
Mach jeden dir bekannt
Schlaf jetzt ein und werde mein
Sand in meiner Hand
In meiner Hand

Du weißt, ich komme in den Nächten
Schleich' mich heimlich in den Traum
Verfolg' dich unter deine Decke
Jage dich durch Zeit und Raum
Ich prüf' dein Herz und deine Seele
Hältst du meinem Blicke stand
Schlaf jetzt ein und werde mein
Sand in meiner Hand
In meiner Hand

Ein jedes Sandkorn ist ein Traum
Nur ein Stern in dunkler Nacht
Funkelnd wie ein Diamant und doch nur Sand
In meiner Hand ist alles Sand und doch nur Sand
Alles ist Sand in meiner Hand

Ich trinke Licht und bringe Schatten
Mein Bruder ist der Tod
Und meine Kinder fressen Augen
Ausgerissen, blutig rot
Ich bin ein Heide und ein Dämon
Trag' höllisches Gewand
Schlaf jetzt ein und werde mein
Wie Sand in meiner Hand

Weißer Sand schenkt schöne Träume
Weißer Sand vertreibt die Not
Doch schwarzer Sand höhlt aus die Augen
Schwarzer Sand bringt dir den Tod

Ein jedes Sandkorn ist ein Traum
Nur ein Stern in dunkler Nacht
Funkelnd wie ein Diamant und doch nur Sand
In meiner Hand ist alles Sand und doch nur Sand
Alles ist Sand in meiner Hand

In meiner Hand
Ist alles Sand

Ein jedes Sandkorn ist ein Traum
Nur ein Stern in dunkler Nacht




7. SATANS FALL

Ich war der Sohn der Morgenröte
Der Glanzstern an Gottes Firmament
Ich war Cherubim ein Wächter des Himmels
Der den man heute nur Satan nennt

Doch bin ich gefallen mit flammenden Schwingen
Ein brennender Stern am Himmelszelt
Verstoßen vom Vater hüte ich heute die mächtigen
Pforten der Unterwelt

Ich war der erste Engel
Gottes treuester Versall
Am Anfang stand mein Hochmut und am Himmel kam der Fall
Ich griff nach seinen Sternen doch die Stürme brennen heiß
Jedes Paradies hat Dornen und jede Tat hat ihren Preis

Ich war die Macht hinter der Schlange
Der Fehltritt in Gottes Paradies
Ich war Advokat von sündigen Seelen
Bis Gott mich hinabstieß in mein Verlies

Glaube und Hoffnung sind in mir erloschen
Und keine Liebe wärmt mein Blut
So weinte ich Tränen aus flüssigem Feuer
Voll loderndem Hass und kalter Wut

Ich war der erste Engel
Gottes treuester Wertei
Am Anfang stand mein Hochmut und am Himmel kam der Fall
Ich griff nach seinen Sternen doch die Stürme brennen heiß
Jedes Paradies hat Dornen und jede Tat hat ihren Preis

Ich griff nach deinen Sternen, die Stürme brennen heiß
Dein Paradies aus Dornen und jede Tat hat ihren Preis
Ich war der erste Engel der den man heute nur Satan nennt

Ich war der erste Engel
Gottes treuester Wertei
Am Anfang stand mein Hochmut und am Himmel kam der Fall
Ich griff nach seinen Sternen doch die Stürme brennen heiß
Jedes Paradies hat Dornen und jede Tat hat ihren Preis
Jede Tat hat ihren Preis
Nach Hochmut kommt der Fall
Jedes Paradies hat Dornen und jede Tat hat ihren Preis




8. IDOL

Du hast mich in Stein gemeißelt
Gepresst in eine Form
Verbogen zur Ikone
Die passt in deine Norm
Doch der Stein ist leider brüchig
Ich bin aus Fleisch und Blut
Hab' Fehler und auch Schwächen
Bin nicht heilig oder gut

Was du in mir zu sehen glaubst
Glaube mir, das bin nicht ich

Hör mir zu, hör meine Worte
Ich sag's dir ins Gesicht
Wie du mich haben möchtest
So bin ich leider nicht
Ich sprenge deinen Rahmen
Ich lebe wild und frei
Hab' Dreck unter den Nägeln
Und ich fühl mich wohl dabei

Siehst du nicht meinen Schatten
Vielleicht blendet dich mein Licht
Als Idol oder als Vorbild
Eigne ich mich nicht
Und weil wir grad dabei sind
Hast du mich je gefragt
Ob ich dein Vorbild werden will
Ich hätte nein gesagt

Was du in mir zu sehen glaubst
Hey glaube mir, das bin nicht ich
Wenn du an etwas glauben willst
Glaub an dich selbst und nicht an mich

Hör mir zu, hör meine Worte
Ich sag's dir ins Gesicht
Wie du mich haben möchtest
So bin ich leider nicht
Ich sprenge deinen Rahmen
Ich lebe wild und frei
Hab' Dreck unter den Nägeln
Und ich fühl' mich wohl dabei

Was du in mir zu sehen glaubst
Hey glaube mir, das bin nicht ich
Wenn du an etwas glauben willst
Glaub an dich selbst und nicht an mich

Hör mir zu, hör meine Worte
Ich sag's dir ins Gesicht
Wie du mich haben möchtest
So bin ich leider nicht

So bin ich leider nicht




9. IX

Gott und Teufel das sind zwei,
Der guten Dinge gibt es drei,
Jahreszeiten kennt man vier,
Die Fünf lass sein - das rat' ich dir!
Dreimal die Sechs zeigt an das Tier,
Sieben ist die Drei plus vier.
Acht steht für Unendlichkeit,
Doch die Neun
Ist mir geweiht!

Neunmal verflucht ist meine Kunst,
Neunmal verließ' mich Gottes Gunst,
Neunmal hab ich den Tod gebracht,
Das war der Preis für meine Macht.
Neunmal verflucht ist meine Kunst,
Neunmal verließ' mich Gottes Gunst,
Neunmal hab ich den Tod gebracht,
Das war der Preis für meine Macht.

Drei mal drei ist Zauberei,
Die Zahl der Wollust, drei mal zwei,
Die Männlichtkeit ist zwei plus eins
So steht's im schwarzen Einmaleins.
In Gottes Namen schreib die Vier,
Lüg dreimal, dann glaubt man dir.
Elf zeigt an Maßlosigkeit,
Doch die Neun
Ist mir geweiht.

Neunmal verflucht ist meine Kunst,
Neunmal verließ' mich Gottes Gunst,
Neunmal hab ich den Tod gebracht,
Das war der Preis für meine Macht.
Neunmal verflucht ist meine Kunst,
Neunmal verließ' mich Gottes Gunst,
Neunmal hab ich den Tod gebracht,
Das war der Preis für meine Macht.

Fünf Sinne für die Quintessenz.
Eins bleibt eins in der Potenz.
Winde gibt es zwei Quadrat.
Ein Kuss reicht aus für den Verrat.

Neunmal verflucht ist meine Kunst,
Neunmal verließ' mich Gottes Gunst,
Neunmal hab ich den Tod gebracht,
Das war der Preis für meine Macht.
Neunmal verflucht ist meine Kunst,
Neunmal verließ' mich Gottes Gunst,
Neunmal hab ich den Tod gebracht,
Das war der Preis für meine Macht.

Neun Mal
Neun Mal
Wurde ich verflucht
Neun Mal
Neun Mal
Neun mal hab ich dich versucht
Neun Mal
Neun Mal
Hab ich den tot verbracht.
Neun Mal
Neun Mal
Das war der Preis für meine Macht.




10. GALGENBALLADE

Ach Brüder lasst und hier am Strick nur schweben
Wir haben von dem Hundeleben
Den Hals schon lange voll gehabt

Wir haben nie im weißen Bett gelegen
Uns wärmte nur ein schwarzer Regen
Vom Wind zerfressen
Und vom Wurm zerschabt

Aus uns'ren abgewürgten Hälsen pfeiffen
Die Träume noch, die nicht begreifen
Dass auch die Welt ein Ende hat
Es grünen Disteln in den Eingeweiden
Die mögen wohl den wohn gut leiden
Weil er so weiß ist und so glatt

Wenn im Wald die Eule dreimal schreit
Ist auch der Teufel nicht mehr weit
Wenn im Wald die Eule dreimal schreit
Ist auch der Teufel nicht mehr weit

Weshalb soll uns der schwarze Teufel holen
Haben die Armen nie bestohlen
Selbst dem König macht dies keinen Spaß
Der liebt nur Schnaps und seine großen Reden
Lässt in den Kirchen für sich beten
Und legt sich zu Gottes Lamm ins Gras

Wenn im Wald die Eule dreimal schreit
Ist auch der Teufel nicht mehr weit
Wenn im Wald die Eule dreimal schreit
Ist auch der Teufel nicht mehr weit

Da wir nun heut' in uns'rem Fette braten
Bedenket eure Missetaten die werdet ihr so leicht nicht los
Es fällt schon bald ein Schnee auf eure Haare
Dann liegt auch ihr auf einer Bahre

Klein und hässlich wie in Mutters Schoß

Wenn im Wald die Eule dreimal schreit
Ist auch der Teufel nicht mehr weit
Wenn im Wald die Eule dreimal schreit
Ist auch der Teufel nicht mehr weit

Und als um Mitternacht der Teufel kam geritten
Geradewegs aus seinem Höllenreich
Hat man ganz schnell die Schelme abgeschnitten
Und warf sie zu den Fischen in den Teich




11. ABRAKADABRA

Ich hab' die schwarze Kunst studiert,
Salomons Testament seziert.
Ich las das Necronomicon,
Picatrix und Heptaméron.
Auch die Ars Notoria
Und so manches Grimoire,
Das ich auf meinen Reisen fand,
Wurde zum Schwert in meiner Hand.

Denn Wille wird Wort -
Das Wort wird zur Tat
Und an Taten lass' ich mich messen.
Das Wissen wir Kraft
Und die Kraft gibt mir Macht,
Die schon längst vergessen.

Abrakadabra
Aug' um Aug'
Abrakadabra
Staub zu Staub
Abrakadabra
Und es wird Nacht
Abrakadabra
Worte der Macht

Ich zeichnete den Drudenfuß
Mit Kreide, Blut, Asche und Ruß
Und in so manches Heptagramm
Ich Teufel und auch Geister zwang.
Aber eins gelang mir nie,
Trotz Magie und Alchemie
Blieb Glück und Liebe mir verwehrt.
Im Tausch für Macht - war es das wert?

Abrakadabra
Aug' um Aug'
Abrakadabra
Staub zu Staub
Abrakadabra
Und es wird Nacht
Abrakadabra
Worte der Macht

Abrakadabra
Das Wort wird zur Tat
Und an Taten lass' ich mich messen.
Das Wissen wir Kraft
Und die Kraft gibt mir Macht,
Über Mächte die schon längst vergessen.

Abrakadabra
Aug' um Aug'
Abrakadabra
Staub zu Staub
Abrakadabra
Und es wird Nacht
Abrakadabra
Worte der Macht




12. NUR EIN TRAUM

Es fault an morschem Galgen
Schon seit Ewigkeit,
Ermordet und vergessen,
Die Gerechtigkeit.
Voll Angst in dunklem Kerker
Geht es ihm nicht gut,
Liegt krank und abgemagert
Der vermisste Mut.

Wer viel hat,
Dem wird gegeben,
Den Reichen und den Teufel freut's.
Beschenkt die Starken,
Schröpft die Schwachen
Und die Armen schlagt ans Kreuz!

Gehenkt an den Gedärmen,
Bis sie nicht mehr schreit,
Stirbt auf des Turmes Zinnen
Die Barmherzigkeit.
Brutal aufs Rad geflochten,
Es regiert Gewalt,
Bricht unter wildem Jubel
Der Zusammenhalt.




Wer viel hat,
Dem wird gegeben,
Den Reichen und den Teufel freut's.
Beschenkt die Starken,
Schröpft die Schwachen
Und die Armen schlagt ans Kreuz!
Wer viel hat,
Dem wird gegeben,
Den Reichen und den Teufel freut's.
Beschenkt die Starken,
Schröpft die Schwachen
Und die Armen schlagt ans Kreuz!

Auf kaltem Scheiterhaufen
Schwindet das Licht,
Verbrannt zu Ruß und Asche,
Uns're Zuversicht.
Gedehnt auf einer Streckbank
Ist schon lang bereit,
Uns ins Gesicht zu lügen,
Die nackte Wahrheit.

Auch uns're Leiber baumeln
Hoch an einem Baum.
Wir hängen nicht am Leben,
Doch an einem Traum.
Wir hängen nicht am Galgen
Und an keinem Strick,
Sondern am Glauben
An Gerechtigkeit und Glück.




13. RANDNOTIZ

Du bist min ih bin din.
Du bist min ih bin din.
Des solt du gewis sin.

Du bist beslossen
In minem Herzen.
Du bist beslossen
In minem Herzen.

Verlorn ist daz Sluzzellin.
Muost och immer dar inne sin.
Verlorn ist daz Sluzzellin.
Muost och immer dar inne sin.

Du bist min ih bin din.
Du bist min ih bin din.
Des solt du gewis sin.

Du bist min (Du bist min)
Ih bin din. (ih bin din.)
Du bist min ih bin din.
Des solt du gewis sin.