Coronatus

Fabula Magna tracks

Lyrics


1. PREFACE

Alle Poesie nimmt ihren Ursprung aus der Sage. In der Sage aber sind die
produktiven Seelenkräfte eines Volkes, Verstand, Phantasie und Gefühl, alle
Blüte künftiger Bildung, wie ein Märchen, noch ungetrennt in einer
gemeinsamen Knospe, wunderbar verhüllt und abgeschlossen. Die Sage wird,
wie ein Naturprodukt, nicht erfunden, sie ist nur der innerliche Reflex der
Erlebnisse eines Volkes, ihre Lapidarschrift sind die Taten dieses Volkes,
welches sie poetisch nachträumt.




2. GEISTERKIRCHE

Noch in der Schwärze der Nacht ein altes Weib zur Kirch aufbricht
Die Gäste, teilweis' ohne Haupt, komm'n ihr wie Verstorb'ne vor

Schneller als euch die Füße tragen
Solltet ihr jetzt fliehen
So lauft um euer Leben
Es ist nur gelieh'n
Schneller als euch die Füße tragen
Verlasset diesen Ort
Wenn euch das Leben lieb ist
Flieht hinfort

Bei ihrer Rückkehr am Stadttor findet sie Schloss und Riegel vor
Der Morgen ist noch weit. Welcher Geist ließ sie passier'n zuvor?

Morgens auf dem Kirchhof sie ihr'n verlor'nen Mantel sucht
Ein Stück auf jedem Grabe davon lieget wie verflucht

Schneller als euch die Füße tragen
Solltet ihr jetzt fliehen
So lauft um euer Leben
Es ist nur gelieh'n
Schneller als euch die Füße tragen
Verlasset diesen Ort
Wenn euch das Leben lieb ist
Flieht hinfort

Schneller als euch die Füße tragen
Solltet ihr jetzt fliehen
So lauft um euer Leben
Es ist nur gelieh'n
Schneller als euch die Füße tragen
Verlasset diesen Ort
Wenn euch das Leben lieb ist
Flieht hinfort




3. TANTALOS

Tantalos. Mörder des Pelops
Tantalos. Ewig verflucht

Unerreichbar im Leben
In schattigen Wolken
Verbotene Früchte
Hinter Bergen aus Glas
Die Welt eine Kammer
In schwarzem Licht
Hunger und Durst auf ewig
Und ständig den Tod auf dem Haupt

Er hatte den Mut die Olympier zu fordern
Er prüfte die Götter gegen alle Vernunft
Längst war er unsterblich und wohnt in den Himmeln
angekettet nun harrt er auf der Götter Tod

Scharze Stille ringsum
Tausend Teufel im Geist
Im Leib kristallene Qualen
Preis für die einstige Hybris
Nebelschwaden
Stumme Vertraute der Hölle
Sein Sohn Pelops
Den göttlichen Fluch auf der Haut

Tantalos. Mörder des Pelops
Tantalos. Ewig verflucht

Er hatte den Mut die Olympier zu fordern
Er prüfte die Götter gegen alle Vernunft
Längst war er unsterblich und wohnt in den Himmeln
angekettet nun harrt er auf der Götter Tod

Er hatte den Mut die Olympier zu fordern
Er prüfte die Götter gegen alle Vernunft
Längst war er unsterblich und wohnt in den Himmeln
Im Tartaros fleht er um Zukunft und Tod




4. WOLFSTANZ

Wolfsjagd Wolfstanz

Ein Knabe durch das spröde Dorfe zieht
Mit starrer Mine er seine Peitsche hält
Mit dieser geißelt er alle Jungen, die er sieht
Treibt über hundert Burschen auf ein weites Feld
Dort nimmt das Undenkbare seinen Lauf:
Von ihren Füßen beginnend, ein Wolfsfell kriecht
Den ganzen Leib bis zu ihrem Kopf hinauf
Und bedeckt zuletzt ihr Gesicht

So tanzen die Wölfe von dem Kinde angetrieben
So tanzen die Wölfe unter seinen Peitschenhieben
Und so tanzen die Wölfe dass die Funken nur so stieben
So tanzen die Wölfe wie von purer Kraft getrieben

Wolfsjagd Wolfstanz
Wolfsjagd Wolfstanz

Er treibt sie weit hinaus durch des Dorfes Tor
Ohne Erbarmen zu reißen das weidende Vieh
Und überqueret das Rudel Flüsse oder ein Moor
So berühret das Wasser die Tiere nie
Verschlossen, hinkend und keiner sieht je wo er wohnt
So war der Knabe von jeher der Älteren Schreck
Obgleich nur sie bleiben von der Wölfe Macht verschont
Vor ihnen laufen sie winselnd weg

So tanzen die Wölfe von dem Kinde angetrieben
So tanzen die Wölfe unter seinen Peitschenhieben
Und so tanzen die Wölfe dass die Funken nur so stieben
So tanzen die Wölfe wie von purer Kraft getrieben

Und nach zwölf Nächten, ganz langsam
Löst sich das Wolfsfell von den Hinterläufen an
Sind auch die Rücken und Schultern wund
Werden die Jungen bald gesund
Doch später sieht man jenseits der Memel
So glaubt man, tausend neue Wölfe im Nebel

So tanzen die Wölfe von dem Kinde angetrieben
So tanzen die Wölfe unter seinen Peitschenhieben
Und so tanzen die Wölfe dass die Funken nur so stieben
So tanzen die Wölfe wie von purer Kraft getrieben




5. DER FLUCH

Am Kap der Hoffnung begehrt ein Kapitän
jedoch ohne Erfolg dieses zu umrunden
Es stürmt, die Matrosen meutern, doch er will nicht scheitern,
an dessen statt einen teuflischen Pakt bekunden
Jäh reißt der Himmel auf, grollt: Bis zum letzten Tag
ihr auf den Weltmeeren kreuzen sollt

Nur die einzig Richtige den
Himmelsbann durchbrechen kann

Sieben Jahre, sieben Meere an des Wahnsinns Rand
Ein Fluch durch den Himmel, kein Land zu finden
Ein Pakt mit dem Teufel, zu überwinden
Sieben Jahre, sieben Meere für einen Tag an Land

Sieben Jahre, sieben Meere ohne Land in Sicht,
segeln ohne Land in Sicht
Nur die einzig Richtige den Himmelsbann durchbricht,
die Richtige den Bann durchbricht

Um sich zu vermählen, darf er an Land, jedes siebte Jahr einen Tag,
doch wieder und wieder möchte ihn keine wählen
Und so muss seine Seele verbleiben auf dem Geisterschiff,
wie auch die Mannschaft segeln muss bei Sturm und Gegenwind
Vorüberziehenden Booten überreichen die Geister
ihre Briefe für die Toten

Nur die einzig Richtige den
Himmelsbann durchbrechen kann

Sieben Jahre, sieben Meere an des Wahnsinns Rand
Ein Fluch durch den Himmel, kein Land zu finden
Ein Pakt mit dem Teufel, zu überwinden
Sieben Jahre, sieben Meere für einen Tag

Sieben Jahre, sieben Meere an des Wahnsinns Rand
Ein Fluch durch den Himmel, kein Land zu finden
Ein Pakt mit dem Teufel, zu überwinden
Sieben Jahre, sieben Meere für einen Tag an Land




6. FLYING BY (ALONE)

'twas noontide of summer and mid-time of the night;
And stars, in their orbits shone pale, through the light
Of the brighter, cold moon, lightning in the sky
Star beams on the waves passed me flying by

From childhood's hour I have not been
As others were; I have not seen
As others saw; I could not bring
My passions from a common spring.
From the same source I have not taken
My sorrow, I could not awaken
My heart to joy at the same tone
And all I loved, I loved alone.

From the thunder and the storm,
And the cloud that took the form
Of a demon in my view
When the rest of Heaven was blue

'twas noontide of summer and mid-time of the night;
And stars, in their orbits shone pale, through the light
Of the brighter, cold moon, lightning in the sky
Star beams on the waves passed me flying by

Then - in my childhood, in the dawn
Of a most stormy life - was drawn
From every depth of good and ill
The mystery which binds me still
From the torrent, or the fountain
From the red cliff of the mountain
From the sun that round me rolled
In its autumn tint of gold

From the thunder and the storm,
And the cloud that took the form
Of a demon in my view
When the rest of Heaven was blue

'twas noontide of summer and mid-time of the night;
And stars, in their orbits shone pale, through the light
Of the brighter, cold moon, lightning in the sky
Star beams on the waves passed me flying by

Flying by
Flying by
Alone




7. KRISTALLKLARES WASSER

Das Feuer flackerte, brannte, verzehrte sich: Ihm dürstete so sehr
Temperamentvoll und feurig das heiße Blut sehnte sich nach dem mehr.
Sie war kristallklares Wasser, die kühle Anmut treibend im Wellengang
Doch brauste auf ihre Sehnsucht, so tief wie das Meer, rauschend in der Wogen Klang.
Sie war kristallklares Wasser, die kühle Anmut treibend im Wellengang
Doch brauste auf ihre Sehnsucht, so tief wie das Meer, rauschend in der Wogen Klang.

Sie waren Feuer und Flamme, kristallklares Wasser; sie trafen sich einst am Strand
Ein Sturm entfachte die Leidenschaft, welche von nun an die Gegensätze verband.

Sie waren Feuer und Flamme, kristallklares Wasser; sie trafen sich einst am Strand
Ein Sturm entfachte die Leidenschaft, welche von nun an die Gegensätze verband.

Und hoch empor erhoben sich lodernde Flammen aus der schwelenden Glut
Das Wasser schäumte, es barsten die Wellen, ergossen sich in der tosenden Flut.
Und hoch empor erhoben sich lodernde Flammen aus der schwelenden Glut
Das Wasser schäumte, es barsten die Wellen, ergossen sich in der tosenden Flut.

Sie waren Feuer und Flamme, kristallklares Wasser; sie trafen sich einst am Strand
Ein Sturm entfachte die Leidenschaft, welche von nun an die Gegensätze verband.
Sie waren Feuer und Flamme, kristallklares Wasser, zu groß war ihr Unterschied
Sie waren beide gleich stark, und so löschten sie sich einander aus bis nichts mehr blieb.




8. HOW FAR

How far will you go:
Will you lead us to a shore
Will we find the promised land
Or will we drown and find our bitter end?
Are we in to this too deep?
The doubts go after me right in my sleep
So, how far will you go?

How far will you go? And what will this lead to (oh no)? Time will show.
You're choosing the way, we stand by your side every day.

How long can we go:
With our victuals on board
Won't the water soon run short
Or will our ship succumb to mighty storms?
Are we in to this too deep?
The doubts go after me right in my sleep
So, how long can we go?

I wonder what will we become
Tell me, will our lives overcome?
Oh, I'm asking you, how close will we stay
Reconsider what's leading you today

How far will we go:
Will we follow and obey
Will you lead us wise and strong
Or will this journey in the end go wrong?
Are we in to this too deep?
The doubts go after me right in my sleep
So, how far will we go?

How far will you go? And what will this lead to (oh no)? Time will show.
You're choosing the way, we stand by your side every day.

How far will you go?
Far will you go?
Will you go?
You go
Go!




9. DER LETZTE TANZ

Hoch über'm Rhein, aus einem See, kamen
Ins Tal, so sagt man, junge Damen
Bei Tag zu dienen mit ihrem Geschick
Am Abend mussten sie in den See zurück
Alsbald kam ein Bursch um mich zu umwerben
Nichtsahnend dass dies wird mein Verderben
An dem Dorffest tanzten wir zu zweit
Und dabei vergaßen wir die Zeit

Hört die Glocken läuten ferne
Dass die Dunkelheit bricht ein
Tanzt' ich auch mit dir so gerne
Doch die Zeit wird nicht mehr sein,
wird nicht mehr sein

Zu spät sie eilen und sagen ade
Eine steile Treppe führt hinab in den See
Mit ihr verschwindet alle Herrlichkeit
Keine Tanne sich bewegt, keine Welle sich regt
Nun werden wir uns wohl nimmer seh'n
Bleib eine Viertelstund noch hier steh'n
Steigt Blut herauf, so ward ich umgebracht
Und siehe, so ward es dann auch vollbracht

Hört die Glocken läuten ferne
Dass die Dunkelheit bricht ein
Tanzt' ich auch mit dir so gerne
Doch die Zeit wird nicht mehr sein,
wird nicht mehr sein

Hört die Glocken läuten ferne
Dass die Zeit wird nicht mehr sein,
wird nicht mehr sein

Hört die Glocken läuten ferne
Dass die Dunkelheit bricht ein
Tanzt' ich auch mit dir so gerne
Doch die Zeit wird nicht mehr sein,
wird nicht mehr sein

Viele hundert Jahre ist's her
Man hat am See sie noch tanzen geseh'n
Doch ins Tale kamen wir nie mehr
So ist es gleichwohl gescheh'n, gleichwohl gescheh'n




10. EST CARMEN...

Quis carmen mente finxerit? Non mente fingitur!
Ut lux ex nube profluit, ex corde nascitur
Quis carmen mente finxerit? Non mente fingitur!
Ut lux ex nube profluit, ex corde nascitur
Est carmen lamentatio et est supplicium
Est carmen jubilatio dat mundo basium

Ut carmen risus allicit
Quid nos parvi mollior
Quis carmen mente finxerit?
Est carmen verum ipsum cor!

Est carmen compar sideri, quod noctem separat
Est compar salutari vi, quae morbum propulsat
Est carmen compar sideri, quod noctem separat
Est compar salutari vi, quae morbum propulsat
Est carmen derelicti vox, est sangui Domini
Quem angis, o perdura nox, o nox Gethsemani!

Ut carmen risus allicit
Quid nos parvi mollior
Quis carmen mente finxerit?
Est carmen verum ipsum cor!

Ut carmen risus allicit
Quid nos parvi mollior
Quis carmen mente finxerit?
Est carmen verum ipsum cor!

Quis carmen mente finxerit?
Est carmen verum ipsum cor!




11. BLIND

All the angels are blind, forced to shut their eyes to slow down
And the angels won't fly, their wings were cut down as a sign
A sign to the crowd that all the good and the glory ran down
We run out of time, our time is short so follow the light

Get up and run
The guardians of holiness coming undone
I fly as you hide
Incoming darkness
I've become so

Blind, blind
I am so blind

All the angels won't cry, they've constantly dried out inside
And the angels will fall, lost lightness and turned so cold
Bloody cruelty has left this emptiness in me
Ignorance all around, so where have all my guardians gone?

Get up and run
The guardians of holiness coming undone
I fly as you hide
Incoming darkness
I've become so

Blind, blind
I am so blind

Get up and run
The guardians of holiness coming undone
I fly as you hide
Incoming darkness
I've become so

Blind, blind
I am so blind
I've become so
Blind, blind
I am so blind
Why?




12. JOSY

I am a waitress in a temple of swing, working every night until the morning begins
I see the people come, I see the people go and most of all I see the whiskey flow

Yes, in the nineteen-twenties the times are hard enough now
My friend Josy disappeared, she was a dancer here

My boss is a bandit, I know where he gets his money from: illegal alcohol, even prostitution

Yes, in the nineteen-twenties the times are hard enough now
My friend Josy disappeared, she was a dancer here
Yes, in the nineteen-twenties the times are hard enough now
My friend Josy disappeared, she was a dancer here

My boyfriend Jonathan, he is a loyal man, truly wants to marry me as soon as he can
He says whenever he will find steady employment, he wants to get me out of this environment

Where is Josy? Where has she disappeared?
Where is Josy? This is a mystery!

Yes, in the nineteen-twenties the times are hard enough now
My friend Josy disappeared, she was a dancer here

The night of nights has finally arrived
My freedom shall no longer be deprived
But just when Jonathan tried to walk off with me,
my boss got a hold of us, and caught us suddenly

Where is Josy?
Where is Josy? This is a mystery!

A ghost took the bullet for me and so she saved my life
But how can this be possible that I see Josy's eyes?
Yes, in the nineteen-twenties the times are hard enough now
Who will survive until the end? The dead girl's my friend!