Mekong Delta


Mekong Delta
Benedikt Zimniak (Guitar), Erik Adam H. (Guitar Annon Vin), Martin LeMar (Vocals Tomorrow's Eve, Lalu), Alex Landenburg (Drums), Ralph Hubert (Bass X-Mas Project), Georg Syrmbos (Guitar [1991]), Uli Kusch (Drums ex-Masterplan, Shock Machine, Sinner (GER), ex-Helloween, ex-Gamma Ray), Wolfgang Borgmann (Vocals [1987-1990]), Frank Fricke (Guitar [1987-1989]), Peter Haas (Drums [1991-2006], Krokus, Calhoun Conquer, Poltergeist (CZ), Babylon Sad, Clockwork (CZ)), Leszek "Leo" Szpigiel (Vocals Wolf Spider, ex-Non Iron, Crows, ex-Scanner, Duke), Jörg Michael (Drums [1987-1990], ex-Grave Digger, ex-Running Wild, ex-Axel Rudi Pell, ex-Rage, ex-Saxon, ex-Stratovarius, Devil's Train), Peter "Peavy" Wagner (Bass [1985-1987], Rage (GER)), Doug Lee (Vocals [1990-1994]), Reiner Kelch (Guitar [1987-1988]), Uwe Baltrusch (Guitar [1989-1996]), Jochen Schroder (Guitar [1985-1987], Rage (GER), Avenger (GER)), Peter Lake (Guitar Theory In practice, Mutant)

German version: Als Ralph Hubert 1985 seine Idee verwirklicht, mit deutschen Musikern ein Projekt zu starten, in dem alle nur unter Pseudonymen mitspielen, tritt er selber zunächst nur als geistiger Vater in Erscheinung.

Auf seinem Aaarrg Label fängt er schließlich an, Demos zu produzieren, wobei sich Jochen Schröder (g) und Peavy Wagner (b), die damals beide bei Rage spielen, Jörg Michael (Stratovarius, Saxon) an den Drums und Sänger Wolfgang Borgmann für die musikalische Umsetzung verantwortlich zeigen. Schnell ist klar, dass Jochen Schröder nicht wirklich reinpasst und auch die technischen und musikalischen Voraussetzungen nicht erfüllt, weswegen er seinen Platz räumen muss. Für ihn kommen die beiden Living Death-Gitarristen Reiner Kelch und Frank Fricke ins Team, die eh schon bei Ralph unter Vertrag sind.

Als auch Peavy das Projekt verlässt, greift Hubert selbst zum Bass. Da er der Meinung ist, dass deutsche Musiker nicht voll akzeptiert würden, liest sich das Line-Up wie folgt: Björn Eklund (aka Ralph Hubert) am Bass, Gordon Perkins (aka Jörg Michael) an den Drums, Rolf Stein (aka Frank Fricke) an der Gitarre, Vincent St.Johns (aka Reiner Kelch), Gitarre und Keil (aka Wolfgang Borgmann) am Micro.

Diese Besetzung spielt das selbstbetitelte Debütalbum ein, welches Hubert auch produziert. Kurz darauf schieben sie die Picture Disc „The Gnome“ nach, eine Verarbeitung des klassischen Stücks von Mussorgski.

Da Jörg Michael zwischenzeitlich anderweitig verpflichtet ist, ersetzt ihn kurzfristig Patrick Duval (aka Ulli Kusch, der inzwischen auch bei Holy Moses, Gamma Ray, Helloween und Sinner aktiv war). Nach der Fertigstellung von „The Music Of Erich Zann“, wieder mit Michael, verlässt Reiner Kelch die Band, da es zu deutlichen Meinungsverschiedenheiten mit den andern Bandmitglieder kommt. Dem Album liegt eine geniale Kurzgeschichte von H.P.

Lovecraft zu Grunde und ist eine deutlich Steigerung zum schon starken Debüt. Ersatz für Reiner finden sie in Mark Kaye (aka Uwe Baltrusch). „The Principle Of Doubt“, welches auf einem mehrere tausend Seiten dicken Schmöker basiert, ist Frickes letzte Platte mit Mekong Delta und die verbleibenden Mitglieder einigen sich darauf, ihn nicht zu ersetzen.

Es folgt eine längere Sendepause, in der man von der Band weder etwas sieht noch hört und die Gerüchte über eine Auflösung häufen sich. Mekong Delta nutzen die Zeit aber, um „Dances Of Death“ zu komponieren und um Ersatz für Sänger Borgmann zu finden, der sich mit der Musik nicht mehr identifizieren kann.

Seinen Posten übernimmt fortan Doug Lee, ehemaliger Frontelch von Siren. Mit der Veröffentlichung von „Dances Of Death“ gehören die Pseudonyme der Vergangenheit an. Allein Jörg Michael nennt sich weiterhin Gordon Perkins, vermutlich aus rechtlichen Gründen.

Kurz danach verlässt Michael die Band endgültig. Hubert findet in dem Schweizer Peter Haas adäquaten Ersatz und endlich kommen die Fans auch mal in den Genuss, die Band live zu erleben.

„Live At An Exhibition“ nehmen sie im Oktober ‘91 bei ihrem zweiten Live-Gig in Deutschland auf und beweisen eindrucksvoll, dass Mekong Delta auch live ihre komplexen Stücke zur Geltung bringen können. „Kaleidoscope“ kann man als eine Art Zugeständnis an den Hörer sehen, da sich Komplexität und Konsumierbarkeit der Musik in etwa die Waage halten. Außerdem ist mit „Dance On A Volcano“ eine Cover-Version von Genesis enthalten, was wohl einer Huldigung an alte Faves gleichkommt.

„Sabre Dance“, ein weiterer Song von „Kaleidoscope“, ist die einzige Klassikadaption Huberts, die nicht auf der ‘93er Scheibe „Classics“ landet. Auf ihr befinden sich unter anderem Adaptionen von Julio Sagreras „El Colobri“ für Bass und Drums oder „Twilight Zone“, welches, wie viele andere Stücke auch, einmal von der „Chronicle Of Doubt“ beeinflusst ist, von Stu Philips fürs Orchester komponiert und von Mekong Delta für Band und Orchester umarrangiert wird. Auch der Nachfolger „Visions Fugitive“ ist wieder ein Meisterwerk von klassischen Arrangements und verzerrten Gitarren.

Doug Lee hält sich mit seinem extrem hohen Gesang etwas zurück und macht es damit einigen Leuten leichter, sich die genialen Kompositionen von Ralph zu Gemüte zu führen. Anschließend ist es wieder zwei Jahre lang absolut still um die Band, ehe 1997 „Pictures At An Exhibition“ auf den Markt kommt.

Das rein instrumentale Album erscheint ohne Doug Lees Beteiligung und enthält insgesamt 32 Songs. Davon sind 16 für Gitarre, Drums und Bass arrangiert, die 16 folgenden sind dieselben Songs mit zusätzlichen Orchesterarrangements. Später im selben Jahr erscheint eine CD-ROM mit einer Biographie über Modest Mussorgsky, mehreren Bildern verschiedener Künstler, unveröffentlichten Fotos, Live-Video-Clips und eine Doku der Entstehung von „Pictures At An Exhibition“.

Jetzt ist auch klar, warum es so lange still um die Band war, denn der Aufwand, den Ralph für diese CD-ROM betrieben hat, ist außergewöhnlich. Einzelne Stücke können sogar neu arrangiert, bzw.

einzelne Spuren separat angehört werden. Danach verschwinden Mekong Delta aus dem musikalischen Tagesgeschehen und Ralph Hubert, Kopf der Band, zieht sich aus der Szene zurück. Die Fans jedoch halten den Namen und den Ruf der Band über die Jahre hinweg am Leben.

2005 verdichten sich Gerüchte und das Unfassbare wird wahr: Mekong Delta melden sich zurück „The Principle Of Doubt (Ambitions)“ überrascht die Fangemeinde und zeigt das Wiedererwachen einer tot geglaubten Thrashikone. 2007 legt die Band mit „Lurking Fear“ ein neues Album vor welches wiederum Maßstäbe im Metal setzen wird. Ralph Hubert, Gründer und Ideengeber von Mekong Delta, hat ein neues Line up um sich versammelt das seiner Meinung nach den aktuellen Mekong Delta Sound am besten repräsentieren kann.

Ausnahmeschlagzeuger Uli Kusch (u.a. ex-Helloween, Masterplan, Sinner, Holy Moses…), Gitarrist Peter Lake (Theory In Practice), Sänger Leo Szpigiel (ex-Scanner, Crows, Angel Dust…) und Bassist sowie Hauptsongschreiber Ralph Hubert legen mit „Lurking Fear“ ein kompromissloses Album vor welches von der Band folgendermaßen umschrieben wird: „Das neue Album ist eine Verschmelzung von allem bis jetzt gemachtem, eine Art „Erich Zann is dancing in an Kaleidoscope full of doubt having Visions Fugitives“.

So schließt sich 2007 der Kreis und Mekong Delta melden sich mit einem neuen, schlagkräftigen Line up zurück. Das Album zeigte, dass es auch 2007 noch möglich ist innovative Musik zu machen, auch wenn viele der Meinung sind schon alles gehört zu haben.

Nachdem Mekong dann mit wieder neuem Line-Up 2008-2009 mehrere Konzerte spielte, melden sie sich nun mit der Ankündigung eines neuen Albums zurück. "Wanderer On The Edge Of Time" wird zur Jahreshälfte 2010 erscheinen. Diskografie: * Mekong Delta ( 1987 ) * Toccata ( 1988 / EP ) * The Music Of Erich Zann ( 1988 ) * The Principle Of Doubt ( 1989 ) * Dances Of Death ( 1990 ) * Live At An Exhibition ( 1991/ live ) * Kaleidoscope ( 1992 ) * Classics ( 1993 ) * Visions Fugitives ( 1994 ) * Pictures At An Exhibition ( 1997 ) * Lurking Fear ( 2007 ) * Wanderer On The Edge Of Time (2010) .


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