Nargaroth

Rasluka Unity tracks

Lyrics


2. Rasluka

Über deinen Tod gäbe es so viel zu schreiben
und kei'm Lied könnte es gelingen
mich zu erlösen von dem Leiden
welches die Gedanken bringen.

Ich seh die alten Bilder prangen
die lange schon die Wand verzier'n
und mit dem weisen Kranich sangen
die Toten die dereinst mit ihm zieh'n.

So ziehe ich mit ihm von dannen,
doch hört man mich des nächtens schrein.
Ich schlieïß die Flügel, seh' mich fallen.
Kein Lied könnt je ein Abschied sein.




3. Wo die Kraniche ziehn'

Ich höre leise die Grillen wispern,
ich höre leis' das Schilf das singt.
Ich höre rauschend Flügel schlagen,
weit da draußen tief im Wind.

Ich höre ihre Laute g'tragen,
feenleicht, sanft übers Moor.
Doch hör ich auch mein' Seele klagen.
Die Hände press ich mir ans Ohr.

Doch so läßt sie sich nicht verstummen.
Sie schreit in meinem Kopf allein,
dass sie allein an mir geschehe,
mit ihrem Leid und ganzen Schrein.

So wünsch ich mich von dann' zu heben,
wo Kraniche Träume jagen.
Ich tauche mit ihnen ins Abendrot,
um mit ihrem König zu klagen.




4. Tränen eines Mannes

Viele meiner Tränen fielen tief.
In Schluchten, die ich selbst mir grub.
Sie rannen gar wenn ich einst schlief,
er mich dorthin verfolgte - der schwarze Spuk.

Mag sein, daß ich verloren war
wenn Tränen meine Augen kühlten.
Doch selbst im Frieden war'n sie da,
die Schatten, die in Wunden wühlten.

So ritt ich jenseits schwarzer Flüsse
um zu stürzen mich ins Meer.
Wie einst das Schwarze Einhorn,
gefolgt von schneeweißem Heer.

Und wenn ich einst im Sterben liege,
dann möcht ich wissen immer dar,
daß ich ein Mann geblieben bin
und jede Träne kostbar war.




6. ...und ich sah Sonn' nimmer heben

An steinern Resten alter G'mäuer,
ruh ich sanft mein Leben aus.
An schmalen Wolken brennt ein Feuer,
das zeugt vom sterbend Sonnenhaus.

Ich blick' ins Land, seh's rot wie Feuer,
das die geh'nde Sonne malt.
Seh' Vögel ziehn ob das Gemäuer
und lausch dem Lied, das leis' erschallt.

Es ruft im kahl' Geäst allein,
ihr traurig Lied die Nachtigall.
Im träumen wag' ich, tauche ein,
in ihr Gesang von meinem Fall.

Die Nachtigall schreit im Geäst,
ihr traurig Lied nun in die Nacht.
Es mich nicht mehr erschaudern lässt,
da meine Seel' nie mehr erwacht.




7. Abschiedsbrief des Prometheus

Seit Zeiten schon schmerzt eine Wunde
die klaffend da das Leid genoss,
das sie erschuf seit jener Stunde
in der die schwarze Träne floss.

Sie geifert um ihr eigen Willen
und machtlos ringt der Medikus
mit seiner Kunst um sie zu stillen,
S'ist als ob ich sie ertragen muss.

So flieh' ich schrein'd in dunkle Tiefen,
hör mein' Dämonen mich verhöhnen.
Versuche mein Geist zu verschließen,
doch hör mich schreien, hör mich stöhnen.

So trenn ich auf den Lebensteppich
und web' erneut den Faden ein.
Doch wird nie wieder in mei'm Leben.
der Funke des Prometheus sein.




8. ...vom freien Willen eines schwarzen Einhorns

Ich labe mein Auge an elfgrünen Hängen,
an Klippen die ragen aus tosendem Meer.
Seh' tausende Rösser zum Gipfel sich drängen,
voran eilt ein Schwarzes vor schneeweißen Heer.

Mit seidenen Fesseln erklomm es die Klippe,
doch manche es auch am Ende nicht halt.
Entsetzt erstarrte die schneeweiße Sippe
als es da stürzte in Fluten, so kalt.

Das Schwarze erlöst nun von einsamer Qual,
gestillt seine Sehnsucht von Freiheit und Willen.
Mein Auge nun ruht auf herbstwelkem Tal,
Ach, könnte ich auch meine Sehnsucht so stillen.

So spür' ich die Sehnsucht nach kühl-freiem Winde,
doch blick' ich voll Scham auf mein weißes Gewand,
Nachts weine ich nach dem ach' freien Kinde,
das mit dem schwarzen Einhorn verschwand.